Freie Trauerrednerin: eine Trauerrede für diesen einen Menschen

Ein Mensch aus Ihrer Familie ist gestorben, und irgendjemand muss jetzt entscheiden, wer bei der Trauerfeier spricht. Wahrscheinlich haben Sie so eine Entscheidung noch nie getroffen.

Damit Sie nicht lange suchen müssen, hier zuerst das Wichtigste. Ich schreibe jede freie Trauerrede von Grund auf neu, für diesen einen Menschen. Dafür setzen wir uns einmal in Ruhe zusammen, mindestens zwei Stunden lang. Der Festpreis liegt bei 450 Euro, und nach der Trauerfeier bekommen Sie den vollständigen Text zum Behalten.

Ich bin Patricia Rind,
freie Trauerrednerin und Trauerbegleiterin in der Metropolregion Rhein-Neckar. Ich komme zu Ihnen, nach Ludwigshafen, Mannheim, Speyer, Frankenthal, Heidelberg und ins Umland.

Wenn Sie lieber gleich sprechen möchten,
rufen Sie an. Sie müssen dafür nichts vorbereitet haben und nichts erklären können. Es reicht, wenn Sie mir sagen, wer gestorben ist und wann die Trauerfeier stattfindet.

Referenzen

Maßgeschneiderte freie Trauerreden


Vielleicht haben Sie schon einmal auf einer Trauerfeier gesessen und gedacht, dass hier gerade jemand anderes verabschiedet wird. Geburt, Schule, Beruf, Heirat, Kinder, Enkel, Rente. Alles richtig, alles würdig, und trotzdem haben dreißig Leute eine halbe Stunde lang Dinge gehört, die sie längst wussten.

Was ein Leben ausmacht, steht zwischen diesen Stationen. Wie sie war, wenn sie sich geärgert hat. Was er gesagt hat, wenn ihm jemand danken wollte. Welche Gewohnheit die ganze Familie zum Wahnsinn getrieben hat und jetzt schmerzlich fehlt.

Danach frage ich, und daraus entsteht
Ihre individuelle Trauerrede. Sie wird für diesen einen Menschen geschrieben, aus dem, was Sie mir erzählen. Zwei Trauerreden von mir haben nie denselben Satz gemeinsam, und ich arbeite ohne Schablonen und ohne vorgefertigte Textbausteine.

Nach der Abschiedsfeier bekommen Sie die vollständige Lebensrede schriftlich. Viele Angehörige sagen mir später, wie viel ihnen dieser Text bedeutet. Er bleibt bei Ihnen, und Sie lesen ihn, wenn Sie so weit sind. Am Tag der Trauerfeier kommt ohnehin nur die Hälfte an.

Nächste Schritte FAQ

Was eine freie Trauerrednerin übernimmt


Von dem, was ich tue, sehen Sie am Ende etwa eine halbe Stunde. Sie sitzen in der ersten Reihe, ich stehe vorne und spreche über Ihren Menschen, und dann ist es vorbei.


Eine freie Trauerrednerin schreibt und hält die Trauerrede für die Trauerfeier eines verstorbenen Menschen. Sie hört den Angehörigen zu, macht aus dem Erzählten einen Text, der nur für diesen einen Menschen gilt, stimmt den Rahmen der Trauerfeier mit dem Bestattungsunternehmen ab und spricht am Tag des Abschieds. Nach der Trauerfeier bekommt die Familie die vollständige Trauerrede.

Davor liegt ein langes Gespräch bei Ihnen am Tisch und danach viele Stunden, in denen ich mit Ihren Erzählungen allein bin und versuche, ihnen gerecht zu werden.

Wissen müssen Sie davon nichts, um mich zu beauftragen. Manchen Familien fällt es leichter, etwas so Persönliches aus der Hand zu geben, wenn sie ungefähr ahnen, was damit geschieht. Deshalb erzähle ich es Ihnen.

Viele Menschen begegnen mir zum ersten Mal, wenn jemand gestorben ist, und haben sich vorher nie gefragt, was eine Trauerrednerin eigentlich macht. Manche stellen sich vor, ich komme am Tag der Trauerfeier mit einem fertigen Text und lese ihn vor. Wenn Sie das bisher auch dachten: Das ist kein Vorwurf. Von außen ist nichts anderes zu sehen.

Wie eine Trauerrede entsteht

Das Trauergespräch


Vielleicht ist das gerade Ihre größte Sorge. Dass Sie sich in dieser Woche auch noch zusammenreißen und einer fremden Frau etwas Kluges über Ihren Menschen erzählen müssen.

Müssen Sie nicht. Dieses
Gespräch ist die eine Sache in diesen Tagen, bei der Sie nichts leisten müssen.

Wir treffen uns einmal. Bei Ihnen zu Hause, an einem anderen Ort, an dem Sie sich sicher fühlen, oder per Video, wenn die Wege zu weit sind. Zwei Stunden sind das Mindeste, oft werden es mehr. Ich schaue nicht auf die Uhr, und ich gehe erst, wenn ich Ihren Menschen kenne.

Vielleicht haben Sie sich vorher etwas aufgeschrieben, aus Sorge, im falschen Moment nichts zu wissen. Das machen fast alle. Fast niemand braucht den Zettel, denn sobald Sie einmal angefangen haben zu erzählen, kommt das meiste von allein.

Sie erzählen in Ihrem Tempo. Wenn Sie mittendrin weinen, warte ich. Wenn Sie über eine Geschichte lachen, lache ich mit, und entschuldigen müssen Sie sich dafür bei mir nicht. In fast jedem Trauergespräch wird irgendwann gelacht, und das gehört genauso dazu wie alles andere.

Auch das Schwere hat hier seinen Platz. Die Jahre ohne Kontakt. Der Streit, der nie beigelegt wurde. Die Krankheit, von der die Nachbarn nichts erfahren haben. Ich frage danach, und Sie entscheiden, was davon in der Rede vorkommt. Was bei uns bleiben soll, bleibt bei uns.

Wenn wir fertig sind, haben Sie eine Sache weniger, um die Sie sich kümmern müssen. Alles Weitere ist meine Aufgabe.

Wie aus diesem Gespräch ein fertiger Text wird, habe ich unter
Wie eine Trauerrede entsteht Schritt für Schritt beschrieben. Warum Sie diesen Text vor der Trauerfeier nicht zu lesen bekommen, erkläre ich in meinem Beitrag Wenn Sie sich eine Trauerrede wünschen, die anders ist.

Am Tag der Trauerfeier


An diesem Tag müssen Sie nichts steuern. Das ist vielleicht das Wichtigste, was ich Ihnen darüber sagen kann.

Am Morgen haben Sie zwei Dutzend Dinge im Kopf, und keines davon ist die Frage, ob das Mikrofon funktioniert. Deshalb bin ich lange vor Ihnen da. Ich gehe durch die Halle, wenn sie noch leer ist, prüfe die Technik, spreche mit dem Bestattungsunternehmen oder dem Friedhofspersonal und kläre die Kleinigkeiten, die sonst genau im falschen Moment auffallen. Wenn Sie ankommen, ist das alles längst geregelt.

Während der Trauerfeier
halte ich die Trauerrede, führe in die Musik hinein und wieder heraus und stimme mich ab, wenn jemand aus der Familie selbst sprechen möchte. Ich stehe dann daneben, falls die Stimme unterwegs nicht mehr trägt. Das kommt häufiger vor, als Sie jetzt denken, und es ist kein Grund zur Sorge. Wir nehmen uns einen Moment, und danach geht es weiter.

Ich spreche langsam und lasse Pausen. Wer gerade jemanden verabschiedet, nimmt vieles nur halb auf, und zwischen den Sätzen braucht es Luft. Niemand soll das Gefühl haben, hinterherzukommen.

Wenn Sie möchten, komme ich mit ans Grab und spreche auch dort. Für viele Familien ist das der schwerste Teil des Tages, schwerer noch als die Trauerfeier in der Halle, weil dort das Endgültige stattfindet. Ich bleibe bis zum Schluss.

Die Trauerrede nach der Trauerfeier


Vom Tag der Trauerfeier bleibt bei den meisten Angehörigen erstaunlich wenig hängen. Sie sitzen vorne, halten die Hand von jemandem, achten mit halbem Ohr darauf, ob Ihre Mutter neben Ihnen es aushält, und funktionieren. Hinterher, beim Kaffee, sagen viele, dass es gepasst hat. Was gesagt wurde, wissen sie schon am selben Abend nicht mehr, und manche erschrecken darüber.

Das hat mit Zuhören nichts zu tun. An einem solchen Tag ist der Kopf woanders.

Deshalb bekommen Sie den vollständigen Text.
Nach der Trauerfeier schicke ich Ihnen die Rede als PDF, jedes Wort so, wie ich es gesprochen habe. Wenn in der Familie niemand eine E-Mail-Adresse hat, was bei älteren Angehörigen oft vorkommt, drucke ich sie aus und schicke sie per Post.

Bei den meisten Trauerrednerinnen und Trauerrednern bleibt der Text nach der Trauerfeier in deren Unterlagen. Ich gebe ihn aus der Hand, weil er Ihnen gehört.
Er ist aus Ihren Erinnerungen entstanden und für diesen einen Menschen geschrieben worden.

Dann liegt er bei Ihnen, und Sie lesen ihn, wenn Sie so weit sind. Nach zwei Wochen, nach einem halben Jahr, am ersten Todestag. Einen richtigen Zeitpunkt gibt es dafür nicht. Sie können ihn an die weitergeben, die nicht kommen konnten, und in zwanzig Jahren liest ihn jemand in Ihrer Familie und weiß, wer dieser Mensch gewesen ist.

Mein Versprechen: eine Trauerrede, die es nur einmal gibt


Was Sie mir in diesem Gespräch anvertrauen, gehört Ihnen und bleibt bei Ihnen. Kein Satz daraus wandert in die Rede einer anderen Familie.

Ihre
Lebensrede kann ausführlich sein oder bewusst zurückhaltend, so wie es zu diesem Menschen passt. Wenn Musik gewünscht ist, arbeite ich sie in den Text ein, damit sie zum Abschied gehört und nicht nur im Hintergrund läuft. Wenn Worte für sich stehen sollen, entsteht Raum für das, was gesagt werden muss.

Trauerrednerin und Bestattungsunternehmen, wer macht was


Wahrscheinlich kommen Sie gerade aus dem Bestattungshaus und haben dort in einer Stunde mehr entschieden als sonst in einem ganzen Monat. Sarg oder Urne, Termin, Anzeige, Blumen, Kaffee und Kuchen hinterher. Irgendwo dazwischen fiel die Frage, ob jemand sprechen soll, und damit konnten Sie in dem Moment vermutlich wenig anfangen.

Deshalb hier in Ruhe, wer was macht.

Das Bestattungsunternehmen kümmert sich um alles Formale und Organisatorische. Die Überführung, die Papiere, den Sarg oder die Urne, den Termin auf dem Friedhof, die Anzeige und den Blumenschmuck. Es ist und bleibt Ihre erste Anlaufstelle.

Ich bin für die Worte da. Für das Gespräch mit Ihnen, für den Text und für den inhaltlichen Ablauf der Trauerfeier.

Zwei Fragen höre ich an dieser Stelle immer wieder.

Die erste: ob Sie jetzt auch noch zwei Leute koordinieren müssen. Nein. Ich melde mich vor der Trauerfeier beim Bestatter, wir klären Ablauf, Musik und Zeiten miteinander. Von dieser Abstimmung bekommen Sie nichts mit, und das ist Absicht. Sie haben in dieser Woche genug zu telefonieren.

Die zweite traut sich kaum jemand zu stellen: ob Sie den Vorschlag des Bestattungshauses annehmen müssen. Auch nein. Bei der Wahl der Trauerrednerin haben Sie freie Hand. Ein Satz genügt, dass Sie schon jemanden haben, und kein gutes Bestattungshaus nimmt Ihnen das übel. Es geht um die Trauerfeier für Ihren Menschen und nicht um Gepflogenheiten zwischen Firmen.

Beauftragen können Sie mich also direkt, und viele Familien tun das. Genauso oft empfiehlt mich ein Bestattungshaus, mit dem ich länger zusammenarbeite. Beide Wege sind üblich, und keiner kostet Sie mehr als der andere.

Freie Trauerrede oder kirchliche Trauerfeier


Diese Frage stellt sich meist in einer denkbar ungünstigen Lage. Jemand ist gestorben, und innerhalb von zwei Tagen soll entschieden werden, wie der Abschied aussieht. Vielleicht war der Vater vor zwanzig Jahren aus der Kirche ausgetreten, die Mutter ist trotzdem jeden Sonntag zum Gottesdienst gegangen, und niemand in der Familie weiß mehr, was er sich gewünscht hätte.

Wenn Sie das gerade umtreibt: Sie müssen diese Entscheidung nicht allein treffen, und Sie müssen sie auch nicht heute treffen.

Eine kirchliche Trauerfeier trägt Menschen, die in dieser Tradition zu Hause sind. Die Liturgie steht fest, die Lieder sind bekannt, der Ablauf gibt Halt gerade dann, wenn alles andere ins Rutschen gerät. Wer damit aufgewachsen ist, findet dort etwas Vertrautes wieder, und das ist an so einem Tag viel wert.

Bei einer
freien Trauerfeier gibt es diesen festen Rahmen nicht. Der Ablauf entsteht aus dem Leben des Menschen, den Sie verabschieden, und aus dem, was Ihnen wichtig ist. Die Musik wählen Sie. Ob die Enkel vorne stehen und etwas vorlesen, entscheiden Sie. Ob es kurz und ruhig wird oder ob erzählt, gezeigt und hinterher gemeinsam gegessen wird, liegt bei Ihnen.

Eine Trauerfeier ohne Kirche ist möglich, und eine Beerdigung ohne Pfarrer ebenso. Sie brauchen dafür weder eine Begründung noch die Zustimmung von irgendwem. Wenn Sie dazu mehr lesen möchten, habe ich das unter
Trauerrede ohne Pfarrer ausführlich beschrieben.

Ich komme ohne Meinung darüber zu Ihnen, was richtig ist. Ich frage Sie, was zu diesem Menschen gepasst hätte, und meistens ist die Antwort im Gespräch schon da, bevor Sie sie aussprechen.


Wenn christliche Elemente gewünscht sind


An eine Gruppe denkt bei dieser Frage selten jemand. Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind und sich trotzdem einen christlichen Abschied wünschen. Manche schämen sich für diesen Wunsch sogar ein wenig, so als hätten sie kein Recht mehr darauf.

Sie haben es.
Für solche Familien halte ich christlich geprägte Trauerreden. Ein Psalm, ein Segen am Grab, das Vaterunser, ein Lied, das in dieser Familie seit Jahrzehnten zu Weihnachten gehört. Was davon vorkommt, sagen Sie mir, und ich spreche es mit derselben Sorgfalt wie alles andere.

Wenn Sie umgekehrt keinen religiösen Bezug möchten, kommt keiner vor. Ich bekehre niemanden, in keine Richtung.

Referenzen

Für wen eine freie Trauerrednerin besonders sinnvoll ist


Am häufigsten melden sich Familien, weil der Mensch, den sie verabschieden, mit Kirche nichts zu tun hatte.

Es gibt aber Abschiede, bei denen eine freie Trauerrede aus einem ganz anderen Grund passt. Dann nämlich, wenn eine Geschichte kompliziert ist und sonst niemand die richtigen Worte dafür findet.


Schwierige Beziehungen und Brüche


Womöglich denken Sie gerade, dass es bei Ihnen komplizierter liegt als bei anderen Familien. Dass es Dinge gibt, die sich in einer Trauerrede nicht sagen lassen, und andere, die sich nicht verschweigen lassen, ohne dass alles falsch wird.

Solche Sätze höre ich oft am Telefon, mit leiser Stimme und in einem Ton, als müsste sich jemand entschuldigen.

Sie müssen sich nicht entschuldigen. Die wenigsten Familien haben eine glatte Geschichte. Ein Leben, in dem nicht alles hell war, ist deshalb kein geringeres Leben.

Ehrlich zu bleiben, ohne zu beschönigen und ohne abzurechnen, gehört zu dem, was ich am besten kann. Was gut war, kommt vor. Was schwer war, bekommt seinen Platz, und zwar so, dass alle im Raum es aushalten können, auch die, die es anders erlebt haben.

Ich habe die Trauerrede für einen Vater gehalten, der seinen Sohn gefördert und seine Tochter klein gehalten hatte. Ihr Studium hat sie sich später gegen alle Widerstände selbst erarbeitet. Als er starb, hatte sie seit über fünfzehn Jahren keinen Kontakt mehr zur Familie, und ihre Kinder hat der Großvater nie gesehen. Im Vorgespräch saß sie etwas abseits, die Arme verschränkt, und sagte lange nichts. Ich habe sie nicht gedrängt.

Angefangen habe ich die Rede mit dem, was für alle unstrittig war, mit seinem Humor, seiner Energie, seinen Abenden im Verein. Und dann habe ich behutsam gesagt, dass Beziehungen Brüche kennen und dass Erinnerungen nebeneinander stehen können, ohne sich je zu versöhnen. Nach der Feier kam die Tochter zu mir, nahm mich in den Arm und sagte mit brüchiger Stimme, das sei das erste Mal gewesen, dass über ihren Vater gesprochen wurde, ohne dass sie wütend wurde.

Für solche Sätze mache ich diese Arbeit. Mehr über Abschiede, bei denen es etwas auszuhalten gibt, steht unter
Schwierige Trauerreden.


Abschied nach einem Suizid


Wenn ein Mensch durch Suizid stirbt, kommt zur Trauer etwas dazu, das andere Trauer nicht kennt. Schuldgefühle, die durch nichts begründet sind und sich trotzdem jeden Morgen wieder melden. Wut, die niemand haben möchte. Und Scham, obwohl es nichts gibt, wofür sich irgendjemand in Ihrer Familie schämen müsste.

Dazu wird es ringsum merkwürdig ruhig. In der Traueranzeige steht meist nichts, am Telefon senken die Leute die Stimme, und Nachbarn, die sonst über den Gartenzaun hinweg eine halbe Stunde reden, gehen plötzlich weiter, weil sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen.

Ich erkläre in einer solchen Trauerrede nichts. Es gibt nichts zu erklären, und Deutungen helfen keinem Menschen, der in der ersten Reihe sitzt. Was in der Halle gesagt wird, entscheiden Sie. Wenn Sie mir etwas anvertrauen, das dort nichts zu suchen hat, bleibt es zwischen uns.

Eines sage ich Ihnen dabei so früh wie möglich, weil die meisten Angehörigen es vorher von niemandem gehört haben. Sie tragen keine Schuld. Wer zurückbleibt, trifft keine Schuld, so unbarmherzig sich das in den ersten Wochen auch anfühlt.

Wie lange Worte nachwirken, habe ich bei einer Frau erlebt, die mich Tage nach einer Trauerfeier anrief. Ihre Mutter war Jahrzehnte zuvor durch Suizid gestorben, und der Geistliche hatte damals von Sünde und von Verdammung gesprochen. Seitdem war der Tod ihrer Mutter in der Familie ein Thema, das niemand anrührte. Als das Grab aufgelöst werden sollte, haben wir dort eine späte Trauerrede gehalten, im kleinen Kreis, ohne Urteil, mit einem Bibelvers, den wir gemeinsam ausgesucht haben, damit er diesmal trägt. Danach nahm sie mich in den Arm und sagte einen Satz, den ich nicht vergesse. Jetzt kann ich meine Mutter ruhigen Gewissens gehen lassen.

Die ganze Geschichte steht unter
Kriegskind und Suizid. Was Trauer nach einem Suizid ausmacht und wo Sie Unterstützung finden, habe ich unter Umgang mit Trauer nach Suizid beschrieben. Wenn Sie gerade selbst nicht weiterwissen, ist die TelefonSeelsorge Tag und Nacht erreichbar, kostenfrei und anonym, unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Sternenkinder


Wenn ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben ist, hören Eltern oft, dass sie ja noch jung sind. Oder sie hören gar nichts, weil niemand weiß, wie er anfangen soll. Und dann sitzen Sie da mit einer Trauer, für die es im Umfeld keine Worte gibt, und sollen sich womöglich noch anhören, das sei ja nun kein richtiger Verlust.

Doch, das ist er. Es gibt kaum gemeinsame Erinnerungen, an die sich eine Trauerrede halten könnte, und trotzdem ist da ein Kind mit einem Namen.

Ich frage nach dem, was da war. Nach den Monaten der Schwangerschaft, nach dem Namen und wie Sie ihn ausgesucht haben, nach dem, was Sie sich vorgestellt hatten, nach dem Zimmer, das vielleicht schon eingerichtet war.

Daraus entsteht eine Trauerrede, die dieses Kind als das behandelt, was es ist. Ein Mitglied Ihrer Familie.

Mehr dazu steht unter
Sternenkinder.


Wenn der Tod absehbar ist


Manchmal ruft mich jemand an, während der Mensch, um den es geht, noch lebt. Der Vater liegt im Hospiz, die Ärztinnen sprechen von Wochen oder gar Tagen, und die Familie sitzt abends zusammen und weiß nicht, wohin mit dem, was kommt.

Das ist keine verfrühte Anfrage. Rechtfertigen müssen Sie sich dafür bei mir nicht.

Wir können das lange Gespräch schon jetzt führen, solange Sie noch Kraft dafür haben, statt in der Woche danach. Manchmal ist der sterbende Mensch selbst dabei und erzählt mit. Für einige Familien wird genau das zu einem Nachmittag, an den sie sich später gern erinnern.

Was Begleitung vor einem Tod darüber hinaus bedeutet, steht unter
Trauerbegleitung. Wenn Sie für sich selbst vorsorgen möchten, finden Sie das unter Trauerredenvorsorge.

Trauerrede, Grabrede, Lebensrede


Am Telefon fragen Angehörige nach ganz unterschiedlichen Dingen. Die eine sucht eine Trauerrede, der Nächste eine Grabrede, und wieder jemand fragt, ob ich eine Lebensrede schreibe. Gemeint ist fast immer dasselbe.

Die Grabrede ist ursprünglich die Rede am offenen Grab, gehalten im Freien und meist kürzer als das, was vorher in der Halle gesagt wurde. Die Trauerrede ist die Rede bei der Trauerfeier. Lebensrede nenne ich beides, weil darin ein Leben vorkommt und nicht nur ein Abschied.

Bei mir entsteht beides aus demselben Gespräch. Schließt die Beisetzung direkt an die Trauerfeier an, komme ich mit ans Grab und spreche auch dort, ohne dass etwas dazukommt. Findet sie an einem anderen Tag oder an einem anderen Ort statt, sagen Sie mir das früh, dann planen wir es gemeinsam. Wird nur am Grab gesprochen, ganz ohne Feier in der Halle, kostet das genauso viel wie eine Trauerrede.

Sie müssen nicht wissen, wie das Richtige heißt. Ob Sie eine Trauerrede oder eine Grabrede schreiben lassen möchten, sagen Sie mir einfach, wo gesprochen werden soll, in der Halle, am Grab oder an beiden Orten. Den Rest ordne ich.

Was eine Trauerrede leisten kann und was nicht


Eine Trauerrede macht ein Leben für eine Stunde noch einmal sichtbar, vor allen, die gekommen sind. Die Kollegin erfährt, dass er zu Hause ein ganz anderer war. Der Enkel hört zum ersten Mal, was seine Großmutter mit zwanzig gemacht hat. Menschen, die diesen einen Menschen von sehr verschiedenen Seiten kannten, sitzen für die Dauer einer Trauerfeier im selben Bild.

Sie spricht außerdem aus, was in Familien selten ausgesprochen wird. Vieles, was zwischen Menschen selbstverständlich war, ist nie in Worte gefasst worden, und irgendwann ist die Gelegenheit dafür vorbei. In einer
Trauerrede fällt es einmal, laut, vor Zeugen. Für manche Angehörige ist das der Moment, in dem sie zum ersten Mal seit Tagen wieder durchatmen.

Der Maßstab ist dabei einfach. Wenn hinterher jemand am Ausgang zu mir sagt, genau so war sie, dann hat die Trauerrede ihre Aufgabe erfüllt. Diesen Satz höre ich oft, und er ist mir lieber als jedes Kompliment über meine Formulierungen.

Grenzen hat eine Trauerrede auch, und die sage ich Ihnen lieber vorher. Sie nimmt Ihnen nichts ab von dem, was in den nächsten Monaten auf Sie zukommt. Sie macht den ersten Morgen danach nicht leichter und beantwortet keine der Fragen, die Sie nachts wach halten. Wenn Ihnen jemand mehr verspricht, verspricht er zu viel.

Was eine Trauerrede kostet


Diese Frage stellen viele Angehörige mit schlechtem Gewissen, so als gehöre sie sich nicht. Sie gehört sich. In einer Woche, in der ständig neue Rechnungen auftauchen, sollen Sie wissen, womit Sie rechnen.

Eine individuell verfasste freie Trauerrede kostet bei mir 450 Euro als Festpreis.

Im Honorar enthalten sind:


  • das ausführliche Gespräch bei Ihnen zu Hause, an einem anderen geschützten Ort oder per Videocall
  • das Schreiben einer individuellen und hochpersönlichen Trauerrede
  • alle inhaltlichen Abstimmungen und meine frühzeitige Anwesenheit am Tag der Trauerfeier
  • die Trauerrede selbst sowie die Einbeziehung Ihrer Musikwünsche in die Gestaltung der Feier
  • die Begleitung zur Beisetzung, wenn diese direkt im Anschluss stattfindet
  • die vollständige Trauerrede digital oder postalisch als bleibende Erinnerung


Zu den Fahrtkosten: Im Umkreis von etwa 50 Kilometern um Ludwigshafen sind An- und Rückfahrt enthalten, damit ist die Metropolregion Rhein-Neckar weitgehend abgedeckt. Für weitere Strecken mit dem Auto berechne ich 60 Cent pro Kilometer, und die Entfernung rechnen wir vorher gemeinsam aus. Meistens komme ich allerdings mit Bus und Bahn. Bei der Verkehrslage rund um Mannheim und Ludwigshafen bin ich damit verlässlicher da, und an einem Tag, an dem eine Trauerfeier um elf beginnt, zählt das mehr als alles andere. Fahrtkosten entstehen Ihnen dadurch nicht, ich habe ein Deutschlandticket. Die Zeit, die ich für den Weg brauche, ist im Festpreis enthalten. Nur bei einer weiten Anfahrt sprechen wir vorher darüber.


Findet die Beisetzung an einem anderen Ort oder an einem späteren Tag statt, etwa im Wald, komme ich ebenfalls gern mit. Das ist dann ein eigener Termin, und ich berechne ihn wie die Trauerbegleitung: 60 Euro je angefangene Stunde vor Ort, dazu die Wegzeit mit 25 Euro je angefangene halbe Stunde, auch wenn ich mit Bus und Bahn komme. Fahre ich mit dem Auto, kommen 60 Cent pro Kilometer dazu. Was das für Ihre Strecke bedeutet, rechnen wir vorher gemeinsam aus.

Warum 450 Euro: Vom ersten Gespräch über das Schreiben der Trauerrede bis zur Begleitung am Tag der Trauerfeier liegen in der Regel 15 bis 20 Stunden Arbeit. Genau diese Zeit ist der Grund, warum die Trauerrede am Ende nach Ihrem Menschen klingt und nach niemandem sonst.


Eine Grabrede kostet dasselbe. Danach werde ich hin und wieder gefragt, weil eine Rede am Grab kürzer ist als eine Trauerrede in der Halle. Kürzer bedeutet bei dieser Arbeit aber nicht weniger.

Das Kürzen ist der schwerste Teil. Vor mir liegt alles, was Sie mir erzählt haben, und dann entscheide ich, welche Geschichte bleibt und welche geht. Jede, die ich streiche, hat jemandem etwas bedeutet. Diese Entscheidungen brauchen mehr Zeit als das Schreiben.

Was am Grab in wenigen Minuten gesagt wird, hat genauso viel Zeit in Anspruch genommen wie eine halbe Stunde in der Halle.

Auf Wunsch schneide ich die gehaltene Trauerrede mit und stelle sie Ihnen als Tonaufnahme zur Verfügung. Ich arbeite mit hochwertiger Technik, sodass die Worte auch bei einer Trauerfeier im Freien gut verständlich aufgezeichnet werden. Dafür vereinbaren wir ein separates Honorar, das ich vorher offen mit Ihnen kläre.

Eine
Trauerrede auf Englisch halte ich ohne Aufpreis. Bei einer zweisprachigen Lebensrede in Deutsch und Englisch kommt ein fairer Zusatzbetrag dazu, den wir vorher abstimmen.

Freie Trauerrednerin in der Metropolregion Rhein-Neckar


Ich komme zu Ihnen. In Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg bin ich so oft wie in Frankenthal, Speyer, Worms, Schwetzingen, Bad Dürkheim, Grünstadt, Neustadt an der Weinstraße oder Neulußheim, dazu im Rhein-Pfalz-Kreis, im Rhein-Neckar-Kreis und bis nach Karlsruhe.

Dass ich die Friedhöfe und die Abläufe vor Ort kenne, nimmt Ihnen ein Stück Organisation ab. Ich weiß, wie lang eine Trauerfeier in dieser Halle sein kann, wo die Technik steht und wie der Weg zum Grab verläuft. Sie müssen mir das nicht erklären, und Sie müssen auch nicht dafür geradestehen, wenn etwas anders läuft als besprochen.

Zwischen einem Todesfall und der Trauerfeier liegen meist nur wenige Tage. Kurze Wege helfen dann, weil wir schnell einen Zeitpunkt für unser Gespräch finden. Liegt der Ort weiter entfernt, sprechen Sie mich trotzdem an. Anfahrt und Mehraufwand klären wir vorher offen miteinander, damit Sie wissen, womit Sie rechnen. Meistens findet sich ein Weg.

Wenn Sie es wünschen, halte ich die Rede auf Englisch oder zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Beide Sprachen spreche ich auf Muttersprachniveau. Für Familien, deren Enkel im Ausland aufgewachsen sind und sonst kein Wort verstehen würden, macht das den Unterschied.

Wer ich bin


Ich komme aus Kanada und lebe seit 1996 in Deutschland. Vor dieser Arbeit habe ich Betriebswirtschaft studiert, in großen Unternehmen Verantwortung getragen und fast 28 Jahre lang ein eigenes Unternehmen geführt.

Geblieben ist davon zweierlei. Die Klarheit einer Unternehmerin, die gewohnt ist, in unübersichtlichen Lagen Entscheidungen zu treffen. Und die
Empathie einer Führungskraft, die viele Menschen durch schwere Zeiten begleitet hat.

Irgendwann wusste ich, wohin ich gehöre. Zu den Trauernden. Ich habe diese Arbeit spät gefunden, und seitdem weiß ich, dass ich genau hier richtig bin.

Mehr über meinen Weg steht unter
Über mich.

Noch mehr Einblicke in meine Arbeit


Bevor Sie jemanden mit etwas so Persönlichem beauftragen, möchten Sie vielleicht wissen, wie diese Person denkt.

In meiner YouTube-Reihe
Wie ich Trauerreden schreibe spreche ich über meine Haltung, über Abschiede, die mir geblieben sind, und über die Verantwortung, die mit dem Sprechen am Grab verbunden ist. Manchen Familien hilft es, eine Stimme gehört zu haben, bevor sie zum Telefon greifen.

Kontaktieren Sie mich

Was Angehörige mir geschrieben haben

Referenzen
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Liebe Frau Rind, vielen Dank. Die Rede hat uns sehr gut gefallen und ein treffendes Bild meiner Mama aufgezeigt.


Herzliche Grüße,

Angelika W.

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Liebe Frau Rind, von Herzen DANKE. Sie haben meinen Papa so gut getroffen, es ist als ob Sie eine alte Freundin von ihm wären.


Herzliche Grüße, Marion P.

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Liebe Frau Rind, vielen Dank für Ihre „feine Rede“ zur Beerdigung unseres Vaters gestern.


Mit besten Grüßen,

Jochem S.

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Liebe Frau Rind, vielen lieben Dank für die sehr gelungene und berührende Rede. Sie haben wie wir meinen, ein sehr exaktes Bild unserer Mutter nachgezeichnet. Auch im Namen meiner Familie ausdrücklich nochmals vielen Dank für die einfühlsamen und tröstenden Worte.


Liebe Grüße, Sabine R.

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